Englischtests für das Studium in den USA

Wer sich ernsthaft mit einem Studium in den USA beschäftigt, stößt relativ schnell auf ein Thema, das oft unterschätzt wird: den Englischtest. TOEFL, IELTS, Duolingo – die Namen tauchen in Bewerbungsportalen, auf Uni-Websites und in Foren immer wieder auf. Trotzdem bleibt bei vielen eine zentrale Frage offen: Wie wichtig ist dieser Test wirklich – und welcher passt zu mir?

Denn Hand aufs Herz: Wer jahrelang Englisch in der Schule hatte, vielleicht sogar im Ausland war oder englische Serien ohne Untertitel schaut, fühlt sich sprachlich meist gut aufgestellt. Genau hier liegt jedoch der Denkfehler. Akademisches Englisch funktioniert nach eigenen Regeln – und amerikanische Universitäten wissen das sehr genau.

Warum ein Englischtest notwendig ist

US-Hochschulen verlangen keinen Englischtest, um internationale Studierende zu „ärgern“ oder auszusortieren. Der Hintergrund ist deutlich pragmatischer. Ein Studium in den USA bedeutet, von Tag eins an in einem englischsprachigen Umfeld zu funktionieren: Vorlesungen mit mehreren hundert Teilnehmenden, spontane Diskussionsbeiträge, Gruppenarbeiten, Essays, Midterms und Finals.

„Ich habe mein erstes Semester komplett unterschätzt“, erinnert sich Lena Hoffmann (22) aus Heidelberg, heute Studentin der Environmental Studies in Oregon.
„Alltagssprache war nie mein Problem. Aber wissenschaftliche Texte, Vorträge ohne Skript und Diskussionen im Seminar sind nochmal eine ganz andere Welt.“

Ein standardisierter Sprachtest gibt Universitäten eine verlässliche Grundlage, um einzuschätzen, ob Bewerber diesem Alltag gewachsen sind. Schulnoten oder Zeugnisse lassen sich international kaum vergleichen – ein TOEFL- oder IELTS-Score dagegen schon.

Wer sich einen Überblick über alle formalen Anforderungen verschaffen möchte, sollte sich zusätzlich mit der gesamten Bewerbung für ein Studium in den USA beschäftigen. Der Englischtest ist nur ein Baustein – aber ein entscheidender.

Die beliebtesten Tests – TOEFL, IELTS, Duolingo

In der Praxis akzeptieren US-Universitäten vor allem drei Englischtests. Welcher davon sinnvoll ist, hängt stark von der Zielhochschule und dem eigenen Profil ab.

TOEFL – der Maßstab für das USA-Studium

Der TOEFL ist nach wie vor der Standard, wenn es um ein Studium in den USA geht. Er wurde explizit für den akademischen Kontext entwickelt und simuliert typische Uni-Situationen: Vorlesungen, wissenschaftliche Texte und Diskussionen.

Vier Bereiche werden geprüft: Reading, Listening, Speaking und Writing. Besonders anspruchsvoll empfinden viele Studierende die Kombination aus Hören, Notizen machen und anschließendem Schreiben oder Sprechen.

Maximilian Weber (24) aus Ulm, heute Informatikstudent in Kalifornien, beschreibt es so:
„Der TOEFL fühlt sich weniger wie ein Sprachtest an, sondern eher wie ein Probetag an der Uni. Anstrengend, ja – aber im Nachhinein extrem hilfreich.“

Je nach Hochschule liegen die geforderten Scores meist zwischen 80 und 100 Punkten. Top-Programme setzen teilweise höhere Mindestwerte oder verlangen bestimmte Punktzahlen in einzelnen Testbereichen.

Gerade für Masterstudiengänge lohnt sich ein genauer Blick auf die Anforderungen. Eine vertiefende Einordnung findest du im Artikel zu den Englischtests für den Master in den USA.

IELTS – international, aber voll akzeptiert

Der IELTS stammt ursprünglich aus dem britischen Raum, ist aber längst fester Bestandteil vieler US-Bewerbungen. Inhaltlich ähnelt er dem TOEFL, wirkt jedoch stellenweise alltagsnäher.

Ein entscheidender Unterschied: Der Speaking-Test findet meist als echtes Gespräch mit einem Prüfer statt. Das empfinden manche als angenehmer, andere als zusätzlichen Stressfaktor.

Sofia Martins (21) aus Hamburg, Bewerberin für ein Studium in New York, sagt dazu:
„Ich war nervös, aber das Gespräch war überraschend natürlich. Man merkt schnell, dass es nicht um Perfektion geht, sondern um Verständlichkeit.“

Internationale Studierende im Hörsaal einer US-Universität während einer Vorlesung

Für ein IELTS-Studium in den USA verlangen Universitäten meist Band Scores zwischen 6.5 und 7.5, abhängig von Fachrichtung und Hochschule.

Duolingo English Test – flexibel, aber nicht überall

Der Duolingo English Test ist die jüngste Alternative. Er punktet mit Flexibilität, niedrigen Kosten und der Möglichkeit, ihn online von zu Hause aus zu absolvieren.

Gerade für Studierende, die kurzfristig Bewerbungsfristen einhalten müssen, kann das attraktiv sein. Allerdings akzeptieren nicht alle Universitäten diesen Test – insbesondere sehr renommierte oder forschungsstarke Programme sind oft zurückhaltender.

Wer Colleges oder kleinere Universitäten ins Auge fasst, findet dazu hilfreiche Hinweise im Leitfaden zum College-Studium in den USA.

Unterschiede, Kosten und Vorbereitung

Neben der Anerkennung spielen auch Kosten und Vorbereitung eine Rolle. TOEFL und IELTS liegen preislich meist um die 250 US-Dollar. Der Duolingo-Test ist deutlich günstiger.

Wichtiger als der Preis ist jedoch die Vorbereitung. Viele unterschätzen den Aufwand – vor allem für den akademischen Schreibstil. Ein guter Score kommt selten „nebenbei“.

Im Artikel zur Studienplanung für die USA wird deutlich, warum der Englischtest frühzeitig eingeplant werden sollte. Wer ihn auf den letzten Drücker angeht, riskiert unnötigen Stress oder verpasste Fristen.

Welcher Test passt zu welcher Universität?

Die entscheidende Frage lautet nicht: Welcher Test ist der einfachste?
Sondern: Welcher Test bringt mich realistisch an meine Wunschuni?

Elite-Universitäten bevorzugen häufig den TOEFL. Internationale Programme akzeptieren meist auch IELTS. Der Duolingo-Test kann sinnvoll sein, wenn mehrere Bewerbungen parallel laufen – sollte aber immer mit den offiziellen Anforderungen abgeglichen werden.

Jonas Krüger (23) aus Münster hat genau das getan:
„Ich habe erst Duolingo gemacht, um früh bewerben zu können. Für meine Favoriten habe ich später noch den TOEFL nachgelegt.“

Wie Epro360 dich bei Sprachtests unterstützt

An diesem Punkt wird vielen klar: Es geht nicht nur um einen Test, sondern um Strategie. Genau hier unterstützt Epro360.

Statt allgemeiner Empfehlungen erhältst du eine individuelle Einschätzung: Welche Universitäten passen zu deinem Profil? Welche Englischtests akzeptieren sie? Und welches Ergebnis solltest du realistisch anstreben?

Epro360 begleitet Studierende von der ersten Planung bis zur Zusage. Wer sich inspirieren lassen möchte, findet im Bereich Erfahrungen zum Studium in den USA ehrliche Einblicke aus erster Hand.

Finanzierung: Studiengebühren und Stipendien

Englischtests kosten Geld – ein Studium in den USA erst recht. Umso wichtiger ist es, die Finanzierung ganzheitlich zu betrachten. Gute Sprachscores können dabei ein echter Vorteil sein.

Viele Hochschulen vergeben leistungsabhängige Teilstipendien, bei denen auch der Englischtest eine Rolle spielt. Wer hier gut abschneidet, verbessert seine Chancen deutlich.

Einen umfassenden Überblick liefert der Beitrag zu Stipendien für ein Studium in den USA.


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