Was kann man an der Harvard University studieren?

Summary

Die Harvard University bietet ein breites Spektrum an Studiengängen in Bereichen wie Wirtschaft, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Jura und Medizin. Der Beitrag gibt einen Überblick über die akademischen Möglichkeiten, erklärt den Aufbau verschiedener Programme und zeigt, welche Fachrichtungen besonders gefragt sind. Studieninteressierte erhalten Orientierung bei der Auswahl eines Studiengangs und einen Einblick in das Studienangebot der Universität.

Harvard – allein der Name steht weltweit für akademische Exzellenz. Doch was genau kann man dort eigentlich studieren? Für internationale Studierende, die sich mit dem Gedanken tragen, an einer der renommiertesten Universitäten der Welt zu lernen, ist es wichtig, sich einen Überblick über die vielfältigen Studienmöglichkeiten und Anforderungen zu verschaffen.

Überblick über die Harvard-Studiengänge

Harvard University bietet ein breites Spektrum an Studiengängen in fast allen Fachrichtungen. Die meisten Studierenden beginnen mit einem Bachelor-Programm am Harvard College, gefolgt von spezialisierten Master- oder Promotionsstudiengängen an den Graduiertenschulen der Universität.

Bachelor-Programme

Im Grundstudium wählen Studierende nicht sofort ein festes Fach wie in vielen anderen Ländern. Stattdessen bietet Harvard ein sogenanntes „liberal arts”-System, das viel Raum für individuelle Entfaltung lässt. Du belegst zunächst verschiedene Kurse – von Naturwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften – bevor du dich ab dem zweiten Studienjahr für ein Hauptfach, das sogenannte „Concentration”, entscheidest.

Beliebte Bachelor-Fächer sind unter anderem Economics, Computer Science, Political Science, Psychology, Biology und History. Viele dieser Programme sind interdisziplinär aufgebaut und lassen sich mit Nebenfächern („Secondary Fields”) kombinieren.

Master- und Postgraduiertenprogramme

Wer bereits einen ersten Abschluss in der Tasche hat, kann sich für ein Master- oder Promotionsstudium an einer der vielen Harvard Graduate Schools bewerben. Dazu gehören die Harvard Law School (Rechtswissenschaften), die Harvard Business School (BWL, MBA), die Harvard Kennedy School (Politik, Public Policy), die Harvard Graduate School of Education (Bildungswissenschaften) sowie die Harvard Medical School (Medizin).

Für internationale Studierende besonders attraktiv sind Programme wie der Master in Public Policy (MPP), der MBA, oder naturwissenschaftliche Forschungsprogramme mit starkem Bezug zu globalen Herausforderungen.

Harvard Campus an einem sonnigen Tag

Beliebte Fachbereiche und Spezialisierungen

Elite-Studiengänge an der Harvard Universität

Bestimmte Programme gelten als besonders wettbewerbsfähig und weltweit führend. Dazu zählen Computer Science – vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Data Science –, Economics durch die Nobelpreis-prämierten Dozierenden, Biomedical Sciences in enger Kooperation mit den Krankenhäusern Bostons sowie Government & International Relations mit Zugang zu globalen Netzwerken.

Akademisches Angebot in Forschung und Lehre

Harvard legt großen Wert auf Forschung. Bereits im Bachelor-Studium werden internationale Studierende ermutigt, sich aktiv an Forschungsprojekten zu beteiligen. Die Professor:innen sind in der Regel weltweit anerkannt – viele sind Autor:innen bedeutender Publikationen oder Berater:innen internationaler Organisationen.

Die Bibliotheken (insgesamt über 70!) und Labore gehören zur Weltspitze. Und das Beste: Viele Ressourcen stehen auch Bachelor-Studierenden offen.

Bewerbung und Voraussetzungen je nach Studienrichtung

Notwendige Abschlüsse und Vorkenntnisse

Für ein Bachelor-Studium musst du einen sehr guten Schulabschluss (z. B. Abitur) mitbringen – idealerweise mit hohem Notendurchschnitt und relevanten außerschulischen Aktivitäten. Für ein Master-Studium brauchst du einen entsprechenden ersten Hochschulabschluss. Je nach Studienrichtung können zusätzliche Tests (z. B. GRE, GMAT, MCAT) erforderlich sein.

Englischkenntnisse sind Pflicht: Internationalen Studierenden wird empfohlen, TOEFL oder IELTS mit sehr guten Ergebnissen nachzuweisen.

Auswahlverfahren und Erfolgsfaktoren

Harvard schaut nicht nur auf Noten. Vielmehr zählen der persönliche Antrieb, das gesellschaftliche Engagement, die Fähigkeit, innovativ zu denken, und vor allem: wie du zur Harvard-Community beitragen kannst. Die Bewerbung besteht aus Zeugnissen, Essays, Empfehlungsschreiben und ggf. Interviews. Wer sich gut vorbereitet – etwa mit Hilfe von Epro 360 – kann seine Chancen deutlich erhöhen.

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Was ein Studium an Harvard im Alltag wirklich bedeutet

Harvard unterscheidet sich strukturell von deutschen Universitäten: Statt “Studiengänge” gibt es “Concentrations” — also Schwerpunkte, die man während des Studiums wählt und (mit Einschränkungen) auch wechseln kann. Das System ist bewusst flexibler als das deutsche Fachhochschulsystem. Im ersten Jahr belegen alle Harvard-Undergraduates gemeinsame Grundkurse — “General Education” — bevor sie sich auf ihre Concentration spezialisieren.

Die beliebtesten Concentrations nach Studierendenzahl: Computer Science, Economics, Political Science, Social Studies, History, Applied Mathematics und Psychology. Wer Wirtschaft und Politikwissenschaft verbinden will, ist an Harvard am richtigen Ort — die Übergänge zwischen Fächern sind hier institutionalisiert und nicht als Ausnahme gedacht.

Harvard für Deutsche: Welche Profile haben Chancen?

Harvard nimmt pro Jahr rund 1.700 Studierende auf — bei über 50.000 Bewerbungen. Internationale Studierende machen etwa 12–14 % aus. Wer sich als Deutscher bewirbt, konkurriert nicht mit dem nationalen Pool, sondern mit allen Internationalen weltweit. Das ist eine der härtesten Bewerbungsrunden überhaupt.

Was hilft: außergewöhnliche außerschulische Leistungen (Olympiaden, eigene Projekte, öffentliches Engagement), ein klares und authentisch erzähltes Bewerbungsessay, exzellente Empfehlungsschreiben. Harvard sucht keine perfekten Noten — Harvard sucht Menschen, die etwas vorhaben. Wer gezielt auf Harvard hinarbeitet und gleichzeitig eine strategisch aufgebaute Bewerbungsliste mit weiteren stark geförderten Alternativen hat, geht mit der besten Ausgangslage in den Prozess.

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